Dr. Karl-Heinz Conrad, Dr. Werner Maria Hofmann. Fachärzte für Orthopädie, Chirotherapie, Physikalische Therapie, Sportmedizin, Unfallarzt für Schulunfälle, Arbeitsunfälle, sowie Arbeitswegunfälle
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19.08.2008 - "Wir könnten auch Plakate aufhängen"

19.08.2008 – MÜNCHEN/BAYREUTH (MedCon) – Nach massiven Drohgebärden der bayerischen Hausärzte im Vorfeld der Landtagswahl hat die Landesregierung eingelenkt. Bei Orthopäden regt sich Widerstand.

Im Gespräch sind ein Vergütungsplus von 2,5 Milliarden Euro, von denen auch die Fachärzte profitieren sollen, und ein direktes Verhandlungsmandat für die Hausärzte mit den Kassen. Ministerpräsident Günther Beckstein dürfte den Präsentkorb für die Allgemeinmediziner absichtlich besonders üppig geschnürt haben: Am 28. September sind Landtagswahlen. Der Bayerische Hausärzteverband hatte im Vorfeld eine Drohkulisse aufgebaut: Patienten sollten während des Wahlkampfes mit Plakaten davon abgebracht werden, die CSU zu wählen.

"Wir könnten auch Plakate aufhängen", sagte Dr. Karl-Heinz Conrad, stellvertretender bayerischer BVOU-Landesvorsitzende, im Gespräch mit den Orthopädischen Nachrichten. Aber anstatt auf Konfrontation, haben die Orthopäden und Unfallchirurgen in Bayern auf Kooperation mit Politik und Krankenkassen gesetzt: "Es darf nicht sein, dass denjenigen, die am lautesten Krawall schlagen, die großzügigsten Zugeständnisse gemacht werden." Zudem sei es eine Illusion, dass sich die schwindende Finanzkraft der bayerischen Krankenkassen durch einen Hausarztvertrag aufhalten lasse. Conrad ist aus dem selben Grund auch bei Direktverträgen skeptisch. Der BVOU habe die Entwicklung in Baden-Württemberg genau im Auge; in Bayern gäbe es auch Verhandlungen mit Krankenkassen über orthopädische Direktverträge. Conrad möchte das Know-how der Kassenärztlichen Vereinigung bei den Verhandlungen mit den Krankenkassen vorerst nicht missen. Bei den Direktverträgen bestehe zudem die Gefahr, dass Orthopäden zu "Hilfsärzten der Hausärzte" degradiert und von "hausärztlichen Gnaden" abhängig würden.

Bayerns BVOU-Vize befürchtet zudem, dass die sich ändernde Vertrags- und Versorgungslandschaft nach und nach zu einer "Amerikanisierung des Gesundheitssystems" führen könnte. Das beste Mittel dagegen sei die ärztliche Solidarität untereinander, und zwar Haus- und Facharzt-übergreifend.

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Dr. Karl-Heinz Conrad • Dr. Werner Maria Hofmann • Romanstraße 12 • 95444 Bayreuth
Tel.: 09 21/51 20 11 • Fax: 09 21/51 20 15 • E-Mail: info@dres-conrad-hofmann.de